Gnadenloser Umweltschutz

25.06.2010
Wenn am 13. Juni die völlig überzogenen Deponie-Initiativen aus dem Umfeld von Greenpeace-Aktivisten angenommen würden, dann blühte den Anwohnern im Umfeld der drei Deponien in Muttenz eine jahrelange Lärm- und Schmutzbelastung von unvorstellbarem Ausmass.

Denn um die Forderungen der Initiativen zu erfüllen, müssten rund 2,5 Millionen Kubikmeter Erde ausgegraben, abtransportiert, gereinigt und wieder rückgeführt werden. Das würde weit über 200'000 Lastwagenfahrten erfordern, die jahrelang die Strassen und Wohngebiete von Muttenz und Umgebung verstopften – um einige Milliardstel Gramm an Stoffen eventuell (!) verhindern zu können, die unbedenklich sind und bei denen nicht sicher ist, ob sie aus den Deponien stammen. Die Kosten: insgesamt 1,5 Milliarden Franken plus Risiko, dass ein grosser Teil davon schliesslich am Kanton und damit an uns Steuerzahlern hängen bleibt.

 

Ich begrüsse Umweltschutzmassnahmen, die mit Vernunft und Augenmass veranlasst werden. Die zwei Deponie-Initiativen gehören sicher nicht dazu. Schon gar nicht, wenn unter dem Deckmäntelchen Umweltschutz von Umweltaktivisten gnadenlos unsinnige Aktionen eingefordert werden, die zu derart massiven Umweltbelastungen führten, wie dies in Muttenz der Fall wäre.

 

Der breit abgestützte Gegenvorschlag des Landrates sieht demgegenüber eine Lösung mit Augenmass vor, die zudem auch einen gut ausgestatteten Härtefallfonds für betroffene Hauseigentümer und KMU beinhaltet. Dieser Gegenvorschlag verdient die volle Unterstützung von uns Hauseigentümern.

Von: Kantonalpräsident Hans Rudolf Gysin Nationalrat, Pratteln